Erfahrungen: Was brigt das Training mit den Anzügen – Geräten?

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Clematis vor 1 Monat.

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  • #1535

    emsadmin
    Keymaster

    Ich habe mal einen neuen Thread für die Trainingserfahrungen erstellt. So sammelt sich nicht alles im Thread der Anzüge.

    #1532

    wurststurm
    Teilnehmer

    Was macht ihr denn so für Erfahrungen. Bringt das wirklich was? Ich habe gelesen Sprungkraft und Schnelligkeit kann man verbessern, gibts da Erfahrungen zu?

    #1533

    Clematis
    Teilnehmer

    Hallo!

    Also ob Sprungkraft und Schnelligkeit verbessert werden kann ich nicht beurteilen, da ich das nicht so genau messen kann. Ich denke dass durch EMS die gesamte Muskulatur gestärkt wird was sich natürlich auf alle Bereiche positiv auswirkt. Mir macht das Training Spass weil es sich gut in den Alltag integrieren lässt und schnell geht. Habe zum Beispiel heute mit dem Ausdauerprogramm meine Hausarbeit erledigt. Da kommt man schon ins schwitzen beim Fenster putzen 🙂

    Zwei Fliegen mit einer Klappe – das find ich toll!

    Liebe Grüße

     

    #1534

    Tom1974
    Teilnehmer

    Hi,

    ich habe meinen Antelope-Suit seit gut einem halben Jahr. Vorher hatte ich die Calfguards und das Tanktop und ein stationäres EMS-Gerät. Also von den Vorzügen des EMS-Krafttraining (ganzheitliches Training, tiefe Muskelstimulation gerade bei der Rumpfmuskulatur etc.) schreibe ich nichts, da bereits in einem Post von mir bereits thematisiert. Im Gegensatz zur stationären Lösung, ist der Antelope-Suit zu einem günstigen Preis mobil. Das heißt, es kann sportartspezifisch trainiert werden. Ich verwende hierbei sowohl das Kraftprogramm als auch das Ausdauerprogramm. Das Kraftprogramm (Impulsdauer 5sek. Impulspause 3sek.) verwende ich für Schnellkraftübungen wie z.B. Strecksprünge, Sprintantritt beim Laufen und Eislaufen. Hierbei ist das subjektive Empfinden, als ob Gewichtsmanschetten/Gewichtsweste, Theraband, Falschirm verwendet werden. Bei konstanter Belastung verwende ich das Ausdauerprogramm (Eislaufen, Rennrad, Hurdles/Ladders, Reebok-Step, Joggen, Sprint 60/100m, SUPen. Hier ebenfalls die gerade geschilderte Wirkung. Beim Rennrad/Joggen ist das subjektive Empfinden einer Bergpassage im Flachen und beim SUPen Gegenstromfahren. Es liegt natürlich in der Natur der Sache, dass wenn der Wiederstand wegfällt, die Belastung als leichter empfunden wird. Entsprechend verhält sich dann die Übung ohne Strom. D.h. es ist nach ein paar Wochen bereits eine Frequenzerhöhung bei der Ausführung feststellbar. Ebenfalls hat sich die Laktattoleranz um 40 Watt verschoben. Der Polar-Sprungtest hat sich auch verbessert. Subjektiv übersäuern die Muskeln nicht so stark und die Regeneration des Pulses erfolgt schneller. Was sich jedoch nicht verbessert hat, ist die Grundlagenausdauer.

    Es sind jedoch gewisse Dinge zu berücksichtigen. Die Impulsstärke ist immer so zu wählen, dass die Ausführung/Bewegungsablauf im Ausdauerprogramm sauber erfolgt. Es sollte nicht vergessen werden, dass der Muskeltonus erhöht wird und bei unsauberer Ausführung die Sehnen überproportional belastet werden. Also nicht wie Robocop laufen, sondern auf eine saubere Technik achten. Beim Eislaufen ist auch zwischen Sprint und Technik (Übersetzen) zu unterscheiden. Beim Sprint kann intensiver trainiert werden, als wenn Übersetzen („Kurven fahren“) ansteht. Bei zu hohen Werten verkannte ich mit der Kufe ansonsten. Beim Eishockey habe ich den Suit mal probiert, leider eher suboptimal, da die Bewegungsabläufe zu komplex und saubere Technik erfordern, so dass ich ständig nachregeln musste. Auch hat sich der Booster nicht mit meinem Schulterschutz und der Hose vertragen.

    Ach ja, auch auf das Umfeld achten… Beim Rennrad sind z.B. die Beine/Waden/Po/Rücken/Bauch unter Spannung, jedoch Arme/Brust/Nacken minimal belastet. Ich möchte im Straßenverkehr noch reagieren können. Beim SUPen das genaue Gegenteil, hier lasse ich die Beine nur minimal stimulieren, für den Fall eines „Abtauchens“.

    Positiver Nebeneffekt: der ganze Körper (8 Hauptmuskelgruppen) wird direkt stimuliert. Ich habe, obwohl ich nicht die Ernährung umgestellt habe, 6 kg und 4% Körperfett abgenommen. Ich trainiere zwei Mal die Woche á 40 min (inklusive Warmup und Gerätewechsel) Kraft und drei bis vier Mal die Woche Ausdauer (zw. 40-90 min) mit EMS-Unterstützung. EMS-Trainingspausen bei Muskelkater oder wenn mir der Vitalmonitor rät eine Erholungsphase einzulegen. Daneben zwei Mal die Woche Eishockeytraining. Ach ja, nachdem ich so oft mit EMS trainiere, war ich auf mein jährliches Checkup gespannt. Die CK/Nieren-Werte waren alle im grünen Bereich.

    Trotzdem hat mein Arzt mich indirekt gewarnt. EMS ist zwar nicht schädlich, jedoch dauert die Sehnenadaption länger als die der Muskeln (insbesondere mit 44 Jahren L). D.h. die Muskeln passen sich zwar der neuen Belastung an (wenige Wochen bis Monate), jedoch benötigen die Sehnen bis zu einem Jahr und länger um sich anzupassen. Umso wichtiger ist die Nachsorge: regelmäßiges Stretching und Faszientraining!

    Ich hoffe die Antwort reicht Dir. Bei Rückfragen stehe ich aber gerne zur Verfügung.

    Grüße, Tom

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